Inhalt

5. Anmerkungen und Quellenangaben

Jüdische Zeugnisse wie erhaltene Synagogen oder Friedhöfe eignen sich gut als Impuls für Fragen unserer Kinder, was während der nationalsozialistischen Herrschaft in ihrem Wohnort geschehen ist. Die abstrakte und unmenschliche Zahl von 6 Millionen ermordeten Juden wird realer und viel begreifbarer, wenn man sie mit Namen, Gebäuden und Ereignissen des eigenen Ortes verknüpfen kann.

Die jüdischen Gemeinden haben mit ihrem einst blühenden Leben (wenn auch nicht immer unter bequemen Lebensumständen) wertvolle und oft unersetzliche Beiträge zur Gestaltung der Kulturlandschaft unserer Heimat geleistet. An den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wandelprozessen waren jüdische Mitbürger oft in herausragender Art und Weise beteiligt. Das kulturelle Leben der Juden in unserer Landschaft ist zu verstehen als ein Teil des kulturellen Gesamterbes Deutschlands, der Länder und der einzelnen Regionen. So ist es auch unsere moralische Pflicht und unser Auftrag die Zeugnisse und das Wissen um dieser bedeutenden Tradition zu erhalten und zu pflegen.

Der Satz „Saxa loquunter – Steine sprechen“ gilt ganz besonders auch hier und ermahnt uns dazu beizutragen, dass man trotz Unterschiede und Andersartigkeit friedlich und mit gegenseitigen Verständnis zusammenleben kann.

Für diesen Aufsatz verwendete Quellen:

Klaus Guth, "Jüdische Landgemeinden in Oberfranken 1800 – 1942"
Israel Schwierz, "Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern"
Leo Sievers, "Juden in Deutschland"
Nachum T. Gidal, "Die Juden in Deutschland"
Pfarrer Förtsch, "Die Hohe Warte – Geschichte von Walsdorf"
Rabbiner Dr. Eckstein, "Die Hohe Warte – Das Grabbuch des Judenfriedhofes"
Pfarrer Förtsch, Private Aufzeichnungen zur Geschichte Walsdorf
Div. Akten aus dem Crailsheim'schen Archiv
Div. Akten aus dem Gemeindearchiv Walsdorf
Div. Akten aus dem Kirchenarchiv des Pfarramts Walsdorf